Für die erste Saison: Radieschen, Pflücksalat, Zucchini, Kartoffeln, Bohnen, Karotten, Cherry-Tomaten, Rote Bete, Kohlrabi und Spinat - alle robust und ertragreich. Wichtiger als die Sortenwahl sind aber drei Dinge: ein vollsonniger Standort, klein anfangen und schnelle Sorten in Sätzen nachsäen.
Erst das Fundament, dann die Sorten
Die meisten Anfänger starten mit der Sortenliste - dabei entscheidet der Standort über Erfolg oder Frust. Fruchtgemüse wie Tomaten, Zucchini und Bohnen braucht mindestens sechs Stunden Sonne am Tag, Blatt- und Wurzelgemüse wie Salat, Spinat und Karotten kommt mit etwa vier aus (Erntefibel). Ein vollsonniger Platz mit lockerem, kompostangereichertem Boden ist die halbe Miete.
Der wichtigste Anfänger-Rat lautet: klein anfangen. Ein gut gepflegtes Beet von fünf Quadratmetern bringt mehr Ertrag und Freude als ein verwildertes von zwanzig. Erweitern kann man im zweiten Jahr immer noch.
Die 10 anfängerfreundlichsten Gemüse
| Sorte | Aussaat | Ernte nach | Schwierigkeit | Besonders |
|---|---|---|---|---|
| Radieschen | März-September | 4-6 Wochen | sehr leicht | schnellster Erfolg, ideal für Satzsaat |
| Pflücksalat | April-September | 4-8 Wochen | leicht | mehrfach ernten statt einmal |
| Zucchini | Mai | 8-10 Wochen | sehr leicht | 2 Pflanzen versorgen eine Familie |
| Kartoffeln | April | August-September | leicht | pflegeleicht, gut lagerbar |
| Stangenbohnen | Mai-Juni | 10-12 Wochen | mittel | viel Ertrag auf wenig Fläche |
| Karotten | März-Juli | 10-14 Wochen | leicht | auch im Halbschatten, lagerbar |
| Cherry-Tomaten | Jungpflanze ab Mitte Mai | 10-14 Wochen | mittel | robuster als große Tomaten |
| Rote Bete | April-Juni | 10-12 Wochen | sehr leicht | unkompliziert, vielseitig |
| Kohlrabi | April-Juli | 8-10 Wochen | leicht | schnell, roh und gekocht |
| Spinat | März-September | 6-8 Wochen | sehr leicht | auch im Halbschatten |
Der Trick mit der Satzsaat
Ein häufiger Anfängerfehler ist, eine ganze Reihe Radieschen oder Salat auf einmal zu säen - und dann von einem Tag auf den anderen mit zwanzig reifen Köpfen dazustehen, von denen die Hälfte verholzt. Die Lösung heißt Satzsaat: alle zwei bis drei Wochen eine kleine Portion nachsäen. So erntet man über Monate gleichmäßig frisch. Bei schnell wachsenden Sorten wie Radieschen, Salat und Spinat ist das der wertvollste Kniff der ersten Saison.
Was wann zu tun ist
| Monat | Aufgaben |
|---|---|
| März | Beet vorbereiten, Kompost einarbeiten, Radieschen und Spinat säen, Kartoffeln vorkeimen |
| April | Karotten, Salat, Rote Bete säen, Kartoffeln stecken |
| Mai | nach den Eisheiligen Tomaten, Zucchini, Bohnen pflanzen |
| Juni-August | pflegen, gießen, ernten - und Radieschen/Salat für den Herbst nachsäen |
| September | Kartoffeln ernten, letzten Salat und Feldsalat säen |
Die häufigsten Anfänger-Fehler
| Fehler | Besser |
|---|---|
| Zu groß angefangen | klein starten - ein gut gepflegtes 5-m²-Beet schlägt ein verwildertes von 20 m² |
| Schattiger Standort | Fruchtgemüse braucht 6 Std Sonne; im Halbschatten nur Blatt- und Wurzelgemüse |
| Zu eng gesät | Pflanzabstände einhalten und Sämlinge vereinzeln, sonst kümmern alle |
| Alles auf einmal gesät | Radieschen und Salat alle 2-3 Wochen nachsäen (Satzsaat) statt in einem Schwung |
| Gießen unregelmäßig | lieber selten und durchdringend morgens, Mulch hält die Feuchte |
| Erntezeit verpasst | Aussaatdatum notieren - Radieschen und Zucchini werden schnell holzig bzw. riesig |
Häufige Fragen
Wie viel Platz brauche ich für den Anfang?
Weniger, als die meisten denken. Ein sonniges Beet von 5 bis 10 m² mit fünf bis sieben Sorten ist für das erste Jahr ideal. Ein kleines, gut gepflegtes Beet bringt mehr Ertrag und Freude als ein großes, das in Arbeit und Unkraut versinkt. Erweitern kann man immer noch.
Wie viel Sonne braucht ein Gemüsebeet?
Fruchtgemüse wie Tomaten, Zucchini und Bohnen wollen mindestens sechs Stunden Sonne am Tag. Blatt- und Wurzelgemüse wie Salat, Spinat, Karotten und Rote Bete kommen mit rund vier Stunden aus und vertragen Halbschatten. Ein vollsonniger Platz ist deshalb der wichtigste Standortfaktor.
Was ist Satzsaat und warum lohnt sie sich?
Statt eine ganze Reihe Radieschen oder Salat auf einmal zu säen, sät man alle zwei bis drei Wochen eine kleine Portion nach. So erntet man über Monate hinweg frisch, statt von einem Tag auf den anderen mit zwanzig reifen Salatköpfen dazustehen. Für schnell wachsende Sorten ist das der wichtigste Anfänger-Trick.
Muss ich düngen?
Im ersten Jahr reicht meist gut mit Kompost angereicherter Boden. Starkzehrer wie Zucchini, Tomaten und Kohlrabi freuen sich über zusätzliche Hornspäne oder Kompost im Frühjahr. Schwachzehrer wie Radieschen, Bohnen und Kräuter brauchen kaum Dünger - zu viel schadet hier sogar.
Welche Sorten verzeihen die meisten Fehler?
Radieschen, Zucchini, Spinat und Rote Bete sind nahezu unverwüstlich und liefern schnell sichtbaren Erfolg. Mit ihnen sammelt man im ersten Jahr Selbstvertrauen, bevor man sich an anspruchsvollere Kulturen wie Gurken, Paprika oder Kohl wagt.
Weiterführend: Anbauplan übers Jahr, Mischkultur-Tabelle, Tomaten anbauen.
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