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Schädlings-Vorhersage 2026: Eichenprozessionsspinner, Buchsbaumzünsler
Aktuell 2026

Schädlings-Vorhersage 2026: Eichenprozessionsspinner, Buchsbaumzünsler

Welche Schädlinge treten 2026 verstärkt auf? Eichenprozessionsspinner, Buchsbaumzünsler, Kirschessigfliege und Asiatische Hornisse - mit Prävention.

Stand: 19. Juni 20264 Min
Übersicht

Buchsbaumzünsler bleibt Hauptproblem flächendeckend, Eichenprozessionsspinner verstärkt in Süddeutschland, Asiatische Hornisse setzt Vormarsch fort. Klimawandel begünstigt neue invasive Arten.

Vorhersage 2026 nach Schädling

SchädlingErwartungRegionenPrävention
Buchsbaumzünslersehr hochflächendeckend DACHXenTari ab Mai, Pheromonfallen, Algenkalk
Eichenprozessionsspinnerhoch besonders SüddeutschlandBayern, BaWü, Hessen, ÖsterreichNest-Entfernung durch Profi, Eichen meiden bei Allergie
Kirschessigfliegemittel-hochWeinbauregionen, SüddeutschlandNetze über Beerensträucher, frühe Sorten bevorzugen
Asiatische Hornisseetabliert, weitere Ausbreitung nach Norden/OstenBaWü, RLP, Saarland, Hessen, weite Teile NRW; Einzelfunde bis Hamburg/Bremen/BerlinBienenvölker schützen, Nester nur vom Profi entfernen lassen
TigermückeAusbreitung weiterSüddeutschland, StadtgebieteStehendes Wasser entfernen, Brutstätten vermeiden
Spanische Wegschneckestandard hochflächendeckendFerramol, Schneckenzaun, abendliches Absammeln

Asiatische Hornisse: vom Einzelfund zur Dauerpräsenz

Die deutlichste Verschiebung 2026 betrifft die Asiatische Hornisse (Vespa velutina). Sie breitet sich seit dem Erstnachweis 2014 mit rund 80 Kilometern pro Jahr nach Norden und Osten aus; in Hessen stieg die Zahl der gemeldeten Nester von 280 (2024) auf 488. Im März 2025 stufte das Bundesumweltministerium die Art als "weit verbreitet" ein und entliess sie damit aus der koordinierten, verpflichtenden Bekämpfung - die flächige Tilgung gilt als nicht mehr realistisch. Für Imker bleibt sie das grösste Problem, weil sie gezielt an Bienenstöcken jagt. Ein Nest im Garten gehört nicht selbst entfernt: Die Tiere verteidigen es aggressiv, das übernimmt der Fachbetrieb (Hinweise der Neobiota-Stelle NRW).

Allgemeine Strategie 2026

  • Frühe Erkennung durch wöchentlichen Garten-Check
  • Biologische Bekämpfung bevorzugen (XenTari, Ferramol, Nützlinge)
  • Resistente Sorten wählen (Tomaten, Rosen)
  • Nützlinge fördern (Insektenhotels, Wildblumenwiese)
  • Bei meldepflichtigen Arten Behörden informieren

Weiterführend: Pflanzenschutz, Biologischer Pflanzenschutz.

gartenfeeling Redaktion

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