Übersicht
Glyphosat ist in Haus- und Kleingärten seit 2022 verboten (in der Landwirtschaft nach EU-Wiederzulassung 2023 weiter erlaubt). Neonicotinoide (3 Wirkstoffe) im Freiland seit 2018/2019 untersagt. EU-Pestizid-Reduktion bis 50 % bis 2030, schärfere Kennzeichnungspflicht. Hobby-Gärtner setzen verstärkt auf biologische Methoden.
Wichtige Änderungen 2026
| Regelung | Status | Details |
|---|---|---|
| Glyphosat in Haus- und Kleingärten | seit 2022 verboten | Die Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung verbietet Glyphosat in Haus- und Kleingärten - für Private also nicht mehr anwendbar. In der Landwirtschaft nach EU-Wiederzulassung 2023 weiter erlaubt, aber mit Einschränkungen (kein Vorerntespritzen, keine Wasserschutzgebiete). |
| Neonicotinoide (Imidacloprid, Clothianidin, Thiamethoxam) | Freiland-Verbot seit 2018/2019 | Alle Freiland-Anwendungen dieser drei Wirkstoffe sind EU-weit verboten, auch als Saatgut-Beize. Nur Gewächshaus-Nutzung war übergangsweise erlaubt. Acetamiprid ist davon nicht betroffen (geringes Bienenrisiko laut EFSA). |
| EU-Pestizid-Reduktion | 50 % weniger bis 2030 | Reduktions-Ziele beeinflussen Verfügbarkeit für Hobby-Markt |
| Biozid-Verordnung | verschärft 2026 | Schneckenmittel und Pilzbekämpfung mit strengen Auflagen, kennzeichnungspflichtig |
| Bee-friendly Labelling | EU-weit 2026 | Bienenfreundliche Mittel müssen entsprechend gekennzeichnet sein |
Was tun als Hobby-Gärtner?
- Glyphosat-Reste: in Haus- und Kleingärten seit 2022 nicht mehr zulässig - Restbestände über die Schadstoffsammelstelle (nicht Hausmüll, nicht Abfluss) entsorgen
- Alternativen lernen: Brennnessel-Sud, Schachtelhalm-Brühe, mechanische Bekämpfung
- Nützlinge fördern: Marienkäfer, Florfliege als natürliche Schädlings-Kontrolle
- Bei Schädlingsbefall: biologische Mittel wie XenTari (Bacillus thuringiensis) statt Chemie
Weiterführend: Biologischer Pflanzenschutz.
gartenfeeling Redaktion
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